Wer Buchstaben kauft, entscheidet sich meistens für mehr oder weniger kunstvolle Zusammensetzungen derselben. Die Buchstaben sind bereits zu informativen, schöngeistigen, unterhaltenden oder werbenden Zwecken in Reihen kombiniert und werden in gedruckter oder digitalter Form erstanden. Offensichtlich hat aber auch der Kauf einzelner Buchstaben seinen Reiz. Wer könnte das besser verstehen als ich, die ja quasi mit einem Buchstabenverkäufer aufgewachsen ist.
Wer buchstäblich in Schriftzeichen verliebt ist oder nach Geschenken für befreundete Buchstabenfanatiker sucht, sollte mal bei Freundts Wohnaccessoires vorbeischauen, denn dort gibt es in großer Auswahl Buchstaben von A-Z, Holzlettern, Kinobuchstaben, Satz- und Sonderzeichen, kurz alles was das Buchstabenherz begehrt (mein Dank für den Tipp gilt Judith Burger).
Wer nicht kaufen, sondern einfach nur Schauen und sich freuen möchte, dem empfehle ich einen Besuch im Buchstabenmuseum, dessen Sammlung man auch vor Ort im Berliner Schaudepot besichtigen kann (allerdings zu etwas ungewöhnlichen Zeiten nämlich bis 18. März immer donnerstags von 13-15 Uhr).
Nachtrag 19. März 2010:
Bei text de luxe habe ich für Schleckermäulchen noch diese »süßen Typen« zum Vernaschen entdeckt, im Schokoladensetzkasten von typolade … hmmmm, lecker!




















… und wer die Buchstaben gerne zum digitalen Gebrauch erwerben möchte, findet hier bestimmt Anregungen: http://www.100besteschriften.de/
Ich schau mir die Buchstaben dort immer gerne an, entscheide mich aber meistens für die geschenkten Gäule auf http://www.dafont.com
Ha, danke dass du das Typografie-Feld schon eröffnet hast, liebe Nina, so kann ich noch elegant auf den wunderbaren Blogbeitrag zur »Anatomie der Buchstaben« im Design Tagebuch von Achim Schaffrinna hinweisen. Dort werden die Buchstaben mit Röntgenblick durchleuchtet und man kann sich in Ruhe mal ihre Arme, Beine und Bäuche anschauen. Für Kenner und Liebhaber gibt es diese Buchstaben-Anatomietafel jetzt auch in gedruckter Form als Plakat.
Sehr schön! Habe direkt die Bäuche, Schwänze, Arme und Beine bewundert. Wenn man sein Geld mit Schreiben verdient, vergisst man manchmal, was hinter den Buchstaben, die man so vor sich auf dem Bildschirm produziert, eigentlich steckt. Bei Wikipedia oder den “100 besten Schriften” hab ich mir immer mal wieder fasziniert die Geschichte einer Schriftart durchgelesen.
Hallo Birgit! Gelle, die Buchstaben sind sehr schön!!!
Oh ja, das war wirklich ein toller Tipp von dir. Vielen Dank nochmal!