»Hallo, Ihr da! Ja genau, euch meine ich! Ihr kennt mich vielleicht noch nicht. Ich bin ein Wichtel. Ein Weihnachtswichtel sogar, um genau zu sein. Manche wissen ja gar nicht, was Wichtel sind und was wir machen. Naja, ich kann es ihnen nicht verdenken, denn normalerweise verrichten wir unsere hilfreichen und guten Taten ja immer im Verborgenen. Deshalb wissen auch nur ganz, ganz wenige Menschen, wie wir aussehen.
Dieses Jahr haben ein paar von diesen Menschen uns gezeichnet. Warum? Weil sie auch was Gutes tun wollten. Die Karin von Spieltz, die uns übrigens auch ganz gut kennt, hatte nämlich die Idee, ein Spiel mit uns zu machen. Dabei haben wir überhaupt keine Zeit für sowas. Naja, wir sollten ja auch nicht selbst mitspielen, sondern nur auf dem Spiel abgebildet sein.
Nachdem die schockierende Nachricht unser Netzwerk erreichte, wurde schnelle Soforthilfe vor Ort organisiert und am vergangenen Montag das Blog »Abgebrannt! Wir helfen.« eingerichtet, um die Nachricht, verbunden mit der Bitte um finanzielle Unterstützung, schnell über alle verfügbaren Social-Media-Kanäle verbreiten zu können.
Was wir seitdem erlebt haben, ist die beste Erklärung dafür, wer oder was das Social Web ist und wie es funktioniert. Es wurde nicht nur die schockierende Nachricht in Windeseile in der Blogosphäre, via Twitter und anderen Social Networks verbreitet, es wurden innerhalb der vier Tage seit Bekanntgabe des Spendenkontos auch bereits unglaubliche 15.356,69 € als Soforthilfe gespendet (Stand: 16.07.2010, 10 Uhr 30).
Hätte ich persönlich noch von Sinn und Zweck des sozialen Netzwerkens überzeugt werden müssen, ich wäre es jetzt. Via Social Web können wir uns nicht nur informieren, austauschen und diskutieren, sondern auch gemeinsame Anliegen intensiv und massiv unterstützen und Einfluss nehmen auf die Geschehnisse im realen Leben. Und das nicht nur im privaten Bereich. Mich stimmt das, bei aller berechtigten Kritik an den Social-Networking-Diensten, zuversichtlich, denn letztlich zeigt es, dass wir uns nicht nur Gehör verschaffen, sondern gemeinsam auch sehr viel gestalten und beeinflussen können.
Danke an alle genannten und ungenannten Unterstützer von »Abgebrannt! Wir helfen.«, an alle Blogger und Twitterer für jede Tat, jedes Wort, jede Spende und für die Erkenntnis, dass es nach wie vor einfach ist, füreinander da zu sein und die Welt ein bisschen besser zu machen:
»Wie oft hab ich mich schon geärgert, dass ich dermaßen viel Online veröffentliche, ohne jemals einen Cent dafür von der VG Wort zu sehen. Und zwar nicht, weil die VG Wort zahlungsunwillig ist oder weil meine Texte nicht genug Leser finden sondern weil ich nicht kapiert habe, was ich nun eigentlich tun muss, damit der Rubel rollen kann.«
In direkter Zusammenarbeit mit Annette Wagner, der Ansprechpartnerin für Online-Texte bei der VG-Wort, ist so auf neun DIN-A4-Seiten eine sehr ausführliche und übersichtliche Anleitung entstanden, die wirklich keine Fragen mehr offen lässt.
Und das allerallerbeste daran ist, diese Anleitung steht auf der Internetseite »Berufung selbstständig« für alle kostenlos zur Verfügung.
Da quäle ich mich mit schöner Regelmäßigkeit in der Vorweihnachtszeit mit widerspenstigstem Mürbteig herum, dabei könnte ich es viel einfacher haben …
Mit Photoshop kenne ich mich schließlich viel besser aus und wie man damit die herrlichsten Kekse backen kann, das habe ich gestern im »kleinen« Blog vom famosen Herrn Tutschek entdeckt:
Danke, lieber @tutschek!!! Du ahnst ja gar nicht, wie viel mir dieses Tutorial von Lait Noir bedeutet …
PS: Der Tutschek hat auch noch ein »großes« Blog. Aber Vorsicht! Es besteht erhöhte Suchtgefahr. Vor allem, wenn man Rätselfan ist … (Klicken auf eigene Gefahr. Ich will hinterher keine Klagen hören!)
Wer klassische Musik liebt, kennt sie vielleicht schon längst: die »Digital Concert Hall« der Berliner Phiharmoniker. Und wer ihren digitalen Konzertsaal bisher noch nicht in Augen- und Ohrenschein genommen hat, das aber womöglich schon längst einmal tun wollte, der hat am kommenden Samstag, den 20. Februar, einen guten Grund, denn um 20 Uhrgeben die Berliner Philharmoniker – gemeinsam mit der Pianistin Mitsuko Uchida – ein Benefizkonzert für Haiti:
Der Reinerlös aus dem Konzert sowie aus der Übertragung in der Digital Concert Hall wird UNICEF zur Soforthilfe für die Kinder in Haiti zugute kommen.
»Wir spielen das Konzert mit dem Ziel, Geldspenden zu sammeln für die Katastrophe in Haiti«, sagt Sir Simon Rattle. Da das Konzert in der Philharmonie bereits ausverkauft ist, wirbt er dafür, es live in der Digital Concert Hall zu verfolgen: »Bitte seien Sie dabei, denn den Erlös aus jeder Eintrittskarte leiten wir direkt an UNICEF weiter. Genießen Sie das Konzert und helfen Sie uns gleichzeitig damit!«
Ihr wunderbares Blog Autorenexpress lese ich schon lange mit großem Gewinn und ebensolchem Vergnügen. Am meisten liebe ich aber die Dienstagsglossen meiner Texttreff-Kollegin Nessa Altura.
Die heutige »von der Technik und iPhone und Facebook« hat mir so gut gefallen, dass ich sie wärmstens zur Lektüre empfehle:
Falls jemand rätselt, was es denn mit der Überschrift dieses Beitrags auf sich hat: Es gibt in der Twitterwelt, in der sich Nessa übrigens recht schnell zurecht gefunden hat, die »Tradition«, seinen Abonnenten oder Followern an jedem Freitag andere Twitterer zu empfehlen, denen sie folgen mögen. Das Ganze nennt sich dann »Followfriday« und kann in Kurzform nur aus dem Kürzel #ff (für Followfriday) und dem Namen des Twitteres bestehen. Übersetzt ist die Überschrift also meine Empfehlung, (zumindest) Nessas Dienstagsglossen ab jetzt zu verfolgen ;-)
Tadaaa!!! Einen kräftigen Tusch und herzlichen Glückwunsch für die WDR-Klangkiste, die gestern mit dem österreichischen Staatspreis Multimedia & e-Business in der Kategorie „Lernen, Information und Wissen” ausgezeichnet worden ist:
Die WDR Klangkiste begeistert Kinder mit multimedialen Mitteln für die klassische Musik und den Jazz. Der Zugang zur sogenannten E-Musik ist aber alles andere als ernst: Auf spielerische Art und Weise stellt die Plattform die drei Orchester und den Chor des WDR vor. Die Kinder erkunden mit einem Mausklick, welche Instrumentenfamilien es gibt, erfahren viele Details über die einzelnen Instrumente und lernen die Musiker, Tontechniker und Orchesterwarte kennen.
Seit langem habe ich nicht mehr so ungläubig auf die Uhr geschaut wie an den beiden Tagen, die ich in Duisburg auf der stART09 verbracht habe. Diese Konferenz hat meine Erwartungen weit übertroffen. Ich wusste zwar, dass es jede Menge interessante Vorträge und Workshops geben würde. Sogar so viele, dass ich sie leider nicht alle würde besuchen können. Aber mit der überwältigend positiven Stimmung, die von Anfang an in der Mercatorhalle herrschte, hatte ich nicht gerechnet.
Der immensen Vorarbeit, die das Team der stART09 geleistet hat, ist es zu verdanken, dass mir der Konferenzbesuch eher wie ein großes Familienfest vorkam. Wer wollte, konnte sich bereits lange vor Konferenzstart über die Sprecherinnen und Sprecher informieren und mit ihnen und anderen Konferenzteilnehmern über diverse Kommunikationskanäle in Kontakt treten. Durch die kontinuierlichen Informationen über die Vorbereitungen fühlte ich mich eingebunden in „das große Ganze“, konnte alles nahezu in Echtzeit mitverfolgen und fand mich dank diverser Hinweise und Fotos im Vorfeld auch vor Ort gleich wunderbar zurecht.
Ich erinnere mich noch sehr gut und ebenso gerne, wie ich an seinen Lippen geklebt habe. Obwohl der Unterricht immer am Sonntagmorgen stattfand, dafür aber wenigstens im Fernsehen. Und wie kaum ein anderer Lehrer hat er seinen Unterrichtsstoff mit Leben erfüllt und meine Begeisterung geweckt, wobei er sich aber auch eines der schönsten Fächer ausgesucht hat, die es gibt. Kleine Kostprobe gefällig?
Ja, das waren noch Zeiten im letzten Jahrhundert, als man dank öffentlich-rechtlichen Fernsehens bequem vom Sofa aus an Harvard-Vorlesungen teilnehmen konnte …
Heute wäre Leonard Bernstein 91 geworden und weil es ihm offensichtlich damals so gut gefallen hat, bringen ihm das Boston Symphony Orchestra und Seiji Ozawa noch mal sein Geburtstagsständchen von 1988:
Da ist neben dem schon erwähnten Ballkleid die Rede von Klunkern, Chauffeuren, einem Diner in der belgischen Botschaft inklusive Porzellantasse als Geschenk, 600 geladenen Ballgästen, feinsten belgischen Pralinen einem eisgeschnitzten Kronleuchter … und einem gerührten Aschenputtel, das sich aufrichtig über die Würdigung seiner Arbeit gefreut hat.
Und selbst Operaman, dem alten Haudegen, der nach eigenem Bekunden schon viel Aufregendes erlebt und Ungewöhnliches getan hat, ist deutlich anzumerken, dass ihn die letzten Wochen, in denen er mit vielen Helfern dieses Ereignis möglich gemacht hat, sehr bewegt haben.
alias Birgit Schmidt-Hurtienne, eine »klassische« Allrounderin an der Schnittstelle von Kultur & Web 2.0, Musikwissenschaftlerin, Lektorin, Web- & Spieledesignerin, die sich sehr auf Anmerkungspunkte freut!