Es gibt Nachrichten, die hört oder liest man und denkt sofort: das kann ja gar nicht sein. Mir ging es heute so, als ich im Internet über die Nachricht vom Tode Dana Vávrovás stolperte.
Ich sah ihr Foto und dachte noch: „Ach, wie schön, endlich wieder etwas Neues von ihr, vielleicht ein neuer Film“. Dann las ich die Schlagzeile unter dem Bild und dachte sofort: „Das ist ja gar nicht möglich, da muss sich jemand vertan haben“. Tja, vielleicht hat sich auch jemand vertan …
Mich macht ihr Tod sehr betroffen, denn sie war nur ein Jahr älter als ich und ich bin gewissermaßen mit ihr groß geworden. Ich kann mich zwar nicht daran erinnern, sie bereits in der tschechischen Kinderserie „Die Märchenbraut“ wahrgenommen zu haben, desto besser erinnere ich mich aber an die Erstausstrahlung der Serie „Ein Stück Himmel“ im Jahr 1982, die ich als 14-jährige mitverfolgt habe. Es war der bis dahin eindringlichste und prägendste Zugang zu diesem Thema.
Neben ihrer Schauspielkunst habe ich immer bewundert, wie sie ihren eigenen Weg gefunden und dann geradlinig verfolgt hat. Die Beharrlichkeit und Kompromisslosigkeit, mit der sie beständig die Themen, die ihr am Herzen lagen, aufgegriffen und filmisch umgesetzt hat.
So sehr sie in Zukunft fehlen wird, so schön ist es auch, dass wir sehr viel von ihrem Wesen und dem, was sie bewegte, miterleben durften und dass sie uns viele ihrer Überzeugungen filmisch mit auf den Weg geben konnte.






