Streunende Beeren …

© be|es|ha

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Bei mir sind die ersten Beeren schon drauf gebettet und ich dachte immer, auch ihr englischer Name sei darauf zurückzuführen, dass Erdbeeren mittels Stroh vor kalter und nasser Witterung geschützt werden.

Doch weit gefehlt! Webster’s Online Dictionary, das übrigens alles über Erdbeeren weiß, verdanke ich den Hinweis, dass der Wortteil straw von stray herrührt und sich auf die unterirdischen Ausläufer bezieht, die die Erdbeerpflanze zum Streuner werden lassen:

Strawberry means the straying plant that bears berries (Anglo-Saxon, streow berie). So called from its runners, which stray from the parent plant in all directions.

Deshalb empfiehlt der Pflegekalender für Erdbeeren auch, diese Ausläufer jetzt „laufend abzuschneiden (nicht reißen!), sofern sie nicht von den markierten Mutterpflanzen kommen und damit der weiteren Vermehrung dienen“.

Tja, zu meiner Schulzeit gab’s leider kein Strawberryville, wo wir schon im Grundschulalter spielerisch über die Erdbeere aufgeklärt worden wären. Dieses Erdbeerdorf liegt natürlich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Genauer gesagt in Kalifornien, wo die California Strawberry Commission auch große Kinder mit allem Wissenswerten rund um die rote Frucht versorgt.

Das ist doch schon wieder „Verkehrte Welt“: Da haben die „easy going“ Amerikaner eine hochoffizielle Erdbeer-Kommission und bei uns ist Familie Springensguth aus Verl für das Erdbeerinformationswesen zuständig …

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