Servus, „Schwarztee“!

Im Rahmen der Aktion „Ein Buch geht auf Reisen“ hatte ich die große Ehre, von Anni Bürkl in die Riege der vertrauenswürdigen Gastgeberinnen und Gastgeber für ihren Krimi „Schwarztee“ aufgenommen zu werden. Und nicht nur das:
Bei mir in Düren machte ihr Buch die allererste Station auf seiner Reise von Österreich über Deutschland bis nach Portugal und Australien.

Mein spannender Sommergast

Auf das Abenteuer, einen spannenden Sommergast beherbergen zu dürfen, habe ich mich gerne eingelassen. Obwohl meine Neugier anfänglich auch gegen Bedenken zu kämpfen hatte:

Du kennst deinen Gast doch gar nicht … Vielleicht hat er noch mehr Marotten, außer dass er nur Tee trinkt … Vielleicht hältst du es nicht mal drei Tage mit ihm aus. Was ist, wenn er doch nicht so spannend ist, wie angekündigt? Wie wirst du ihn dann schnell und diplomatisch wieder los? Zumal du auch noch versprochen hast, Bericht über den Besuch zu erstatten …

Um es gleich vorweg zu nehmen: Es war gut, dass meine Neugier größer war als die Unkenrufe des Zweifels, denn ich hatte einen sehr angenehmen Gast, mit dem die zurückliegenden Wochen wie im Flug vergangen sind. Und nun will ich erzählen, was ich von ihm halte, ohne den nachfolgenden Gastgebern zu viel zu verraten …

Fesselnde Geschichte, attraktive Heldin

090806Die Geschichte, die er zu erzählen hatte und deren grober Abriss hier nachzulesen ist, war spannend und ich wollte unbedingt das Ende hören. Was ich im Nachhinein bedauere ist, dass wir uns nicht in Klausur begeben haben, damit er mir die Geschehnisse, die sich im gar nicht beschaulichen Aussee zugetragen haben, an einem Stück hätte erzählen können. Das hätte bestimmt vieles erleichtert, denn es ging zwischenzeitlich um so viele Personen, dass ich öfters nachfragen musste, von wem da gerade noch einmal die Rede war.

Berenike, die vom Leben gebeutelte Heldin, war mir allerdings gleich sympathisch. Nicht erst, nachdem ich erfuhr, dass sie zwar ausgiebig ihrer Teeleidenschaft frönt, ab und an aber auch einem Kaffee und sogar einem Bier gegenüber nicht abgeneigt ist. Was habe ich mit ihr gelitten, wenn sich eine Katastrophe nahtlos an die nächste reihte. Manches Mal grenzte es schon ans Unvorstellbare …

Mein Gast hat mir die interessante Geschichte aber reizvoll, wenn auch streckenweise recht eigenwillig erzählt. Das lag aber nicht nur an seinem österreichischen Akzent, der mir zudem auch nicht fremd ist. Die ganze Zeit habe ich mich ein wenig in meine Kindheit zurückversetzt gefühlt.

Es war wie früher …

Wie bei einem großen Familienfest auf dem ich als Kind viele unbekannte Onkeln und Tanten traf und eine der Tanten plötzlich begann, eine Geschichte „von früher“ zu erzählen. Ich war weder mit der Erzählerin vertraut, noch kannte ich die Personen und Vorkommnisse, von denen erzählt wurde. Manches wurde auch nur angedeutet, so dass ich es nicht verstehen konnte oder sollte, manchmal wurde auch ein Pfund auf die Begebenheiten draufgepackt und ein wenig geflunkert. Immer aber saß ich fasziniert dabei, hörte gerne zu und versuchte gleichzeitig, mir auf die Geschichte einen Reim zu machen.

Bei „Tante Annis“ Geschichte fehlten mir ab und zu auch ein paar Mosaiksteinchen, blieben einige Stellen rätselhaft. Vielleicht reichte aber auch einfach meine eigene Phantasie nicht, um dieser Geschichte in allen Einzelheiten folgen zu können.

Ein Erlebnis war es allemal und manches Mal geht einem ja auch im richtigen Leben erst zu einem späteren Zeitpunkt ein Lichtlein auf. Anni hat aber auf jeden Fall das Zeug zur Lieblingstante, deren Geschichten man gerne hört und bei der man sich auf ein Wiedersehen freut, um sich von ihrer Erzählkunst aufs Neue in andere Welten entführen zu lassen.

Und weiter geht’s …

Als Abschiedsgeschenk gebe ich meinem Gast ein Reisetagebuch mit auf den Weg, damit alle Erinnerungen an die einzelnen Reisestationen und Gastgeberinnen auch ausreichend Platz finden:

schwarztee_reisetagebuch

Abschiedsgeschenk für "Schwarztee"

schwarztee_reisetagebuch_01

Für Erinnerungsfotos ...

schwarztee_reisetagebuch_02

und Kommentare ...

Heute abend gibt’s dann noch eine kleine Abschiedsteeparty, bevor „Schwarztee“ morgen zu Anja im Norden Deutschlands weiterreist.

So verabschiede ich mich nun also von „Schwarztee“, sage zum Abschied leise „Servus“ und bereite meinen Gast schon mal musikalisch auf die nächste Station vor.

„Schau mal, Schwarztee! Da geht’s jetzt hin!“

Gute Reise!

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2 Antworten zu “Servus, „Schwarztee“!

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