»Glitter and be gay« …

Foto: Cornerstone/pixelio

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»Kennt die zu allem ein Lied?«, wurde mein Mann vor langen Jahren in meiner Abwesenheit einmal von seiner Studienkollegin gefragt, als sie mich bei unserem ersten gemeinsamen Besuch bei ihr kennenlernte. Ich muss heute noch laut darüber lachen, denn mir war nicht bewusst, dass ich offensichtlich als wandelnde Jukebox durch’s Leben gehe, die auf Stichwort unaufgefordert (und auch noch ohne vorherigen Geldeinwurf) ein passendes Liedchen anstimmt.

Zum Thema Schmuck, um das es heute – vermeintlich off-topic – geht, fällt mir natürlich auch gleich ein ›Lied‹ ein. Weshalb ich auch das Interview, das ich meiner lieben Netzwerkkollegin Biggi Mestmäcker für die TeNo-Reihe »Blogger und ihr Schmuck« gegeben habe, ganz galant zum Anlass für einen weiteren Beitrag in meiner Rubrik »Der singende Punkt« nehmen kann ;-)

Wobei die Bezeichnung ›Lied‹ stark untertrieben ist hinsichtlich des Feuerwerks, das Cunegonde ebenso herzerweichend wie hinreißend in ihrer Arie »Glitter and be gay« aus Leonard Bernsteins Operette »Candide« zündet. Kristin Chenoweth stellt mit ihrer Interpretation nicht nur ihr komisches Talent unter Beweis, sondern meistert gleichzeitig bravourös die äußerst anspruchsvollen Koloratur-Passagen. Ausnahmsweise erhält sie deshalb heute den Vortritt vor meiner Lieblingsinterpretation der trotz Erkältung großartigen June Anderson.

Zum Hintergrund: Cunegonde muss sich an dieser Stelle der verworrenen Handlung in Lissabon als Kurtisane verdingen und bezweifelt unter Tränen, dass solch irdische Dinge wie die ihr geschenkten Perlen und Rubinringe sie für ihre verlorene Ehre entschädigen können … bevor sie sich schließlich doch sehr pragmatisch ihrem Schicksal ergibt: »If I’m not pure, at least my jewels are!«

Zum Glück sind meine Perlen auf andere Weise in meinem Schmuckkästchen gelandet ;-)

PS: Falls jemand nicht jedes Wort verstanden hat, hier ist der Text. Und als Klingelton gibt’s das ›Lied‹ da auch noch … aber da bleibe ich doch lieber bei der Königin der Nacht.

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6 Antworten zu “»Glitter and be gay« …

  1. Wirklich beeindruckend, deine „Lied-Einfall-Gabe“. Kompliment!

  2. Als Desperate-Housewive-Fan dachte ich im ersten Moment, Edie Britt habe ihren Tod nur vorgetäuscht, um eine zweite Karriere als Sängerin anzufangen :-)

    Lieder zum Stichwort – feine Sache. Kennst du das dazugehörige Spiel „Encore“? Feine Sache! Und natürlich: „Diamonds are a Girl’s best Friend“ …

    • Diesesmal sprichst du in Rätseln zu mir, liebe Heike. Ich kenne weder dieses verzweifelte Houswife noch das Spiel. Komisch, ob mir Letzteres wohl bewusst vorenthalten wurde … ?

  3. Keine Ahnung – ich hab schon sehr davon geschwärmt und es als tollstes Spiel überhaupt angepriesen. Guckstu mal hier: http://www.amazon.com/Endless-Games-300-Encore-Game/dp/B00000JKL7

    Ok, wenn die verzweifelten Hausfrauen nicht zu deinen Lieblingsserienstars gehören, kennst du auch Edie Britt nicht – bzw. Nicollette Sheridan.
    Dann musst du hier http://images.google.de/images?hl=de&source=hp&q=Edie+Britt&btnG=Bilder-Suche&gbv=2&aq=f&oq= schauen, wenn du die Ähnlichkeit zwischen der Sängerin und der Schauspielerin beurteilen möchtest …

  4. Pingback: Gänseblümchen … ? Gänseblümchen! « … Auslassungspunkte

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