Komm, lieber Mai

Die »Wiener Nachtigall« Rita Streich verleiht hier W. A.  Mozarts und Christian Adolph Overbecks »Sehnsucht nach dem Frühling« Ausdruck. Im ursprünglichen Gedicht Overbecks wandte sich noch »Fritzchen an den Mai«, der nach langen Wintertagen endlich wieder draußen spielen wollte.

In der Vertonung Mozarts wurde das Lied unter dem Titel »Komm, lieber Mai« auch in den Volksliederschatz aufgenommen. Bis zum ersten Weltkrieg gehörte es zum Kanon an Volksliedern, der qua Verordnung im Musikunterricht der vierten Klasse unterrichtet wurde:

»Damit die eingeübten Lieder, insbesondere diejenigen, die auch der Erwachsene noch gern singt, als unverlierbares Eigentum mit ins Leben gehen, werden im letzten Teile einer jeden Gesangstunde mindestens zwei dieser Lieder zur Wiederholung und festen Einprägung gesungen. Besonderen Wert legen wir darauf,  daß jedes Kind alle Strophen jedes geübten Liedes genau auswendig kennt; bei längeren Liedern genügen in der Regel drei Strophen.«

Wenn ihr möchtet, könnt ihr auch gerne mitsingen, aber aufgepasst: Rita »schlabbert« zwischendrin Steckenpferdchen und Lottes Herzeleid und springt in der Mitte der dritten Strophe gleich zur Mitte der letzten.

Einen schönen Maifeiertag wünsche ich euch!

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2 Antworten zu “Komm, lieber Mai

  1. Köstlich, die Aufnahme!! Und wie schön, dass damals die Sängerinnen noch schwabbelige Oberarme haben durften. Eines würde ich noch gern wissen: Was hat denn der Mensch am Piano auf dem Kopf? Ist das ein Witwe-Bolte-Tuch oder tatsächlich seine Frisur?

    • Also bitte! Witwe-Bolte-Tuch! :-) Ich kann da weder Hut noch Tuch erkennen. Und die Pianistin würde sich wahrscheinlich ob dieses Kommentars ärgern, so viel Geld für ihre topmodische Kurzhaarfrisur ausgegeben zu haben ;-) Während andere zu der Zeit noch kunstvolle Bienenkörbe auf ihrem Haupt drapierten. Und was die schwabbeligen Oberarme angeht: Ich glaube, die wirken nur so! ;-) Weil die Handschuhe auftragen und die Träger des Kleids die Oberarme unvorteilhaft betonen! Deshalb achte ich persönlich ja immer darauf, sowas zu vermeiden :-)))
      PS: Hast du denn wenigstens mitgesungen oder warst du zu beschäftigt mit Kopfschütteln über Kopftracht und Oberarme?

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