Schlagwort-Archive: Paul Simon

Klassik vorher/nachher: Bach goes America

vorher - nachherKlassik vorher/nachher: Melodien sind wie das Wasser – sie finden ihren Weg. So haben viele »klassische«, teils jahrhundertealte Melodien ihren Weg wieder zu uns gefunden.

Wie zum Beispiel der Choral »O Haupt voll Blut und Wunden« aus Johann Sebastian Bachs Matthäuspassion:

Seine Melodie aus dem 17. Jahrhundert fand 1973 den Weg in Paul Simons »American Tune«:

Johann Sebastian Bach ist allerdings nicht Schöpfer der Melodie, sondern hat sie selbst nur aufgegriffen. Sie gefiel ihm offensichtlich so gut, dass er sie nicht nur in der Matthäuspassion, sondern auch in seinem Weihnachtsoratorium (»Wie soll ich dich empfangen«) verwendete.

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Kodachrome … going home …

„Das Grün des Sommers“ … Kerstin Stremmel hat mit dieser NZZ-Schlagzeile bei mir gleich ein Glöckchen geläutet, denn als Fan hatte ich natürlich sofort die Zeile „They give us the greens of summers“ aus dem Refrain von Paul Simons Song „Kodachrome“ im Ohr.

Mit diesem fröhlich unbeschwerten Opener seines zweiten Solo-Albums „There Goes Rhymin‘ Simon“ aus dem Jahr 1974 setzte sich Paul Simon gleich mehrfach in die Nesseln. Sowohl bei der Firma Kodak, als auch bei den Radiostationen in Amerika und England.

Die Radiosender seiner Heimat stießen sich an der ersten Zeile des Songs: „When I think back on all the crap I learned in high school“.
Die Firma Kodak hatte zwar gegen den Text nichts einzuwenden, forderte Simon aber auf, das Wort Kodachrome auf der Schallplattenhülle bei jeder Nennung mit einem Trademark-Kennzeichen zu versehen, was er widerwillig tat. Und in good old Europe fiel der Song bei der BBC aufgrund der Nennung des Markennamens Kodachrome den strikten Werberichtlinien zum Opfer und wurde gar nicht erst gespielt. Ein Schicksal, das er mit der Coca-Cola-trinkenden „Lola“ der Kinks teilte, der daraufhin schnell eine Cherry Cola in die Hand gedrückt wurde.
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