Schlagwort-Archive: Social Media

Erste Studie zum Social-Media-Engagement deutscher Museen und Orchester

Wie agieren Museen und Orchester im Social Web?
Dieser Frage ist Ulrike Schmid in ihrer Studie »Das Social-Media-Engagement deutscher Museen und Orchester« auf den Grund gegangen:

Sie hat dafür die 90 Museen und 21 Orchester,  die im Untersuchungszeitraum bereits im Social Web vertreten waren, unter die Lupe genommen und detailliert untersucht, ob und wenn ja wie sie Profile bei den beliebtesten Online-Plattformen, eigene Blogs und Social-Media-Tools nutzen.

Dabei hat sie nicht nur herausgefunden, welche Social-Media-Kanäle Kultureinrichtungen bevorzugt nutzen und welche sie vernächlässigen, sie hat auch die bei der Nutzung von Social Media entscheidenden Fragen untersucht:

  • Wie sieht es mit Kommunikation und Dialog aus?
  • Wie sieht’s mit der Vernetzung aus?

Die Ergebnisse der Studie sind – um es pädagogisch geschickt zu formulieren ;- ) – ermutigend: Viele Kultureinrichtungen haben den Schritt in Richtung Social Media bereits gewagt und halten es für notwendig, zukünftig in ihre Social-Media-Aktivitäten zu investieren. Um Social Media auch effektiv nutzen zu können, sollten aber Strategien entwickelt und das Optimierungspotenzial in den Bereichen Dialog und Vernetzung ausgeschöpft werden.

Ich persönlich finde ja, dass das Violinduett »Getting To Know You« von Gisèle MacKenzie & Jack Benny das Resümee der Studie recht gut widerspiegelt:
Das gemeinsame Musizieren funktioniert umso besser, je genauer die mitspielenden Partner aufeinander hören, um zu einem harmonischen Zusammenspiel zu finden …

Im Web 2.0 kann man dieses harmonische Zusammenspiel unter anderem mit der 1:3-Social-Media-Regel, die Christian Henner-Fehr empfiehlt, erreichen.

Advertisements

stART.10: Erfolgreich auf der Social-Media-Lawine reiten

Zum zweiten Mal findet am 9. + 10. September in der Duisburger Mercatorhalle  die stARTconference zum Thema »Kultur & Web 2.0« statt.

Das Motto der stART.10 lautet »Riding the Avalanche« – auf der Lawine reiten. In vielen Vorträgen, Best-Practice-Beispielen und Workshops wird es darum gehen, wie man als Kultureinrichtung den besten Social Media Mix findet und Tools wie Blogs, Twitter, Facebook, YouTube & Co. am effektivsten für sich nutzt. Damit man nicht von der Social-Media-Lawine überrollt wird, sondern elegant auf ihr reiten kann. Die Themenschwerpunkte dieses Jahr sind das »Mobile Web« und »Geschäftsmodelle im Web 2.0«.

Warum es sich lohnt, bei der stART.10 dabei zu sein, hat Mitorganisatorin Karin Janner Hagen Kohn vom Musikerportal VioWorld verraten:

Ich freue mich dieses Jahr besonders, dass ich das stART-Team hinter den Kulissen bei der On- & Offline-Redaktion und Pressearbeit schon tatkräftig unterstützen konnte.

Außer auf das Konferenzprogramm bin ich schon sehr gespannt auf das stARTspiel: ein Social-Media-Spiel, das im Vorfeld der stART.10 gerade online entwickelt und auf der Konferenz vorgestellt wird.

Mein »Spiel mit dem Horn« wird auch mit im Gepäck nach Duisburg sein, denn das darf bei Karin Janners Präsentation ihres Start-up »Spieltz«, der Spiele-Community im Internet natürlich nicht fehlen.

Tolle Twitter-„Anwendung“ für’s Kulturmarketing

Von der Theorie …

In der letzten Woche habe ich gebannt Ulrike Schmids Vortrag auf der stART09 verfolgt, in dem sie die Social-Media-Aktivitäten der Kronberg Academy vorstellte.

Die privat finanzierte Stiftung unterstützt und fördert die Ausbildung von jungen, begabten Musikerinnen und Musikern der Fächer Geige, Bratsche und Cello auf vielfältige Weise. In diesem Jahr veranstaltet die Kronberg Academy zum Beispiel wieder ihr weltbekanntes Cello Festival, zu dem sich hochkarätige Musiker aus aller Welt einfinden, um hochbegabten Nachwuchstalenten Meisterkurse zu geben und um in Kronberg im Taunus solistisch und gemeinsam zu musizieren.

Dass es – nicht nur, aber besonders – während des Festivals jede Menge Interessantes über die Kronberg Academy, die Künstler, Meisterschüler und nicht zuletzt auch von den Kronberger Gasteltern zu berichten gibt, lässt sich seit einem Jahr im Blog Kronberg2.0 mitverfolgen.

… zur Praxis

Als Social-Media-Vorreiterin im Kulturbereich twittert die Kronberg Academy natürlich auch, um zum Beispiel Veranstaltungen und Blogbeiträge anzukündigen und um mit Beteiligten und Interessenten zu diskutieren und zu interagieren. Und als besonderes Interaktions-Schmankerl lädt die Kronberg Academy in unregelmäßigen Abständen via Twitter zum KAtalk ein.

Das ist wirklich eine spannende Sache, denn beim heutigen KAtalk wurde der grandiose Jazz-Cellist Ernst Reijseger interviewt und konnte während des Talks direkt befragt werden. Eine seltene Gelegenheit, die ich gerne genutzt habe, nachdem ich zuvor dieses und dieses beeindruckende Beispiele seiner Workshops mit Kindern und Jugendlichen gesehen hatte und mich gefragt habe, ob es nicht besser wäre, erst auf diese Art den Zugang zu einem Streichinstrument zu erlernen, als auf „klassische“ Weise.

Leider hat beim heutigen KAtalk die Technik nicht wie gewünscht mitgespielt, so dass die zur Verfügung stehende Zeit viel zu schnell vorbei war. Abgesehen von diesen Tücken halte ich die Idee aber für sehr gelungen. Und es war ein schönes Gefühl, sich auf diesem Wege mit einem großen Künstler direkt austauschen zu können.

Share